12.06.2016

Offener Brief von Reuven Moskovitz

Wir trauern sowohl auf jüdischer wie auf palästinensischer Seite. Die schreckliche Ermordung von unschuldigen Menschen durch zwei Palästinenser in Tel Aviv tut weh und ist nicht akzeptabel. Diese furchtbare Tat ist jedoch die Folge des herrschenden Zustandes in diesem Land: die unaufhörliche Fortsetzung der israelische Besatzung und Unterdrückung der Palästinenser.

Es kann nicht sein, dass von Deutschland kein Aufschrei kommt, wenn eine faschistische und undemokratische Regierung eine Strafe verhängt über eine ganze Bevölkerung von Millionen von Moslems und sie daran hindert, den Feiertag im Ramadan zu feiern. Von jedem demokratischen Staat kann man einen Aufschrei erwarten, jedoch aufgrund der deutschen Vergangenheit, insbesondere von Deutschland. Eine kollektive Strafe mit dem Verbot zu feiern und sich zu bewegen nach einem Fastentag, der von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang (ca. 20 Uhr) dauert, ist eine Verletzung der Glaubensfreiheit.

Bitte, protestiert und fordert die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel und/oder den Außenminister Herrn Dr. Frank-Walter Steinmeier auf, schnellstens zu intervenieren, damit diese Strafe aufgehoben wird.

Als einer, der die Losung von Rupert Neudeck “Ich will nicht mehr schweigen” bejaht, bin ich derjenige, der nicht weiter schweigen will. Ich hoffe, dass viele von Ihnen/Euch in Ehre von Neudeck mit aufschreien.

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Reuven Moskovitz

Texte von Reuven Moskovitz auf dem Palästina Portal

Rundbrief von Reuven Moskovitz vom 13. März 2016

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